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Evangelisch-Lutherische Kirche Moosburg a.d. Isar
(letzter Update: 11.05.2012)
 
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(Die Paramente unserer
Kirche in Moosburg)
Herzlich willkommen heißt Sie die
Evangelisch- Luth. Kirchengemeinde Moosburg

Versöhnungskirche Moosburg
Friedenskirche Wartenberg

Aus dem Pfarramt:
Das Pfarramt bleibt geschlossen vom 28.05. - 11.06.2012 und
vom 13.08. - 31.08.2012
Regelmäßige Veranstaltungen:
Neues - was sich hier getan hat:

Gottesdienstplan
Sommer 2012

Aktuelle Veranstaltungen
Sommer 2012
(siehe unten!)

Fotos: Weihnachtsbaum 2011

Aktuelle Veranstaltungen:  (aktuallisiert am: 10.05.2012)
  Mini-Gottesdienst
13.05./10:30h

  Kirchweihfest
17.05./14:00h
  Gesprächskreis
13.06.+Termine

  Gemeindejugend
15.06.+Termine

  Jubiläumskonfi
17.06./10:30h

  Ki-Bi-Ta
23.06./10:00h
  Frauenkreis
02.07.+17.09.

  Dekanatsgottesdienst
07.07./11:00h
  Ausflugsgottesdienst
15.07./10:30h

  KV-Wahlen
21.10.

 
10.05.2012
! Immer aktuell !
Der Wochendienst des
evangelischen Pressedienst
Ausgabe 19 vom 08.05.2012:
10.05.2012

Gemeindebrief Sommer 2012

Liebe Evangelische Kirchengemeinde Moosburg - Wartenberg

Sicher warten Sie bereits auf den neuen Gemeindebrief für den Sommer 2012.

Aus organisatorischen Gründen ist es uns leider diesmal nicht möglich, diesen neuen Brief rechtzeitig, als Anschluß an den nun auslaufenden Gemeindebrief, anzuknüpfen.

Es wird noch einige Tage brauchen, bis der neue Gemeindebrief Sie erreicht. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Dennoch können Sie hier im Internet bereits die neuen Gottesdienste und Veranstaltungstermine entnehmen.

Ganz besonders möchten wir Ihnen den am 13. Mai stattfindenden Minigottesdienst ans Herz legen, da der frühe Termin nicht mehr rechtzeitig mit dem neuen Gemeindbrief verkündet werden wird.
Bitte geben Sie diesen Termin weiter an Personen, von denen Sie wissen, dass diese sich dafür interessieren!

Vielen Dank

06.05.2012

800 Gottesdienste unter freiem Himmel

Saisonstart für Gottesdienste am See, auf dem Berg oder auf der Waldlichtung

Pressemitteilung

800 Gottesdienste unter freiem Himmel – auf Berggipfeln, an Seen oder auf Waldlichtungen werden in dieser Saison in der bayerischen Landeskirche angeboten. Besondere Freiluftgottesdienste finden in diesem Jahr im Rahmen der Landesgartenschau in Bamberg statt, auf dem Staffelberg (bei Bad Staffelstein) – in Verbindung mit einem Mondscheinspaziergang, ein grenzüberschreitender Gottesdienst mit der Kirche der Böhmischen Brüder in Asch (Tschechien), im Skyline-Park Bad Wörrishofen, auf einem Bauernhof bei Schwabach oder anlässlich des Internationalen Alphornfestivals im Kleinwalsertal.

Das größte Angebot stellt die Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen auf die Beine: Dort kann man in der Sommersaison fast an jedem Tag einen Berggottesdienst besuchen.

Bei den Besuchern besonders beliebt sind die Gottesdienste zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, so Thomas Roßmerkel, der als Referent im Landeskirchenamt zuständig ist für die Gottesdienste im Grünen. Trotz oder gerade wegen der ungewöhnlichen Zeiten seien die Gottesdienste etwa auf dem Pröller bei St. Englmar, auf dem Campingplatz Hopfensee oder auf dem Kreuzberg Scheidegg sehr gut besucht.

Alle Gottesdienste sind im Internet zu finden unter:
www.kircheimgruenen.de
und
www.berggottesdienste.de

In sechs, nach Regionen unterschiedenen Prospekten finden sich alle Gottesdienstorte und –zeiten:
• "Evangelische Berggottesdienst und andere Gottesdienste im Freien im Allgäu"
• "Evangelische Berggottesdienst und andere Gottesdienste im Freien in Oberbayern"
• "Fichtelgebirge-Frankenwald-Fränkische Schweiz"
• "Bereich Fränkisches Seenland"
• "Region Nürnberg und Umland"
• "Bereich Bayerischer Wald"

Alle Prospekte können kostenlos bestellt werden bei:
Landeskirchenamt Referat C 1.1 Postfach 20 07 51 80007 München
Tel: 089 – 5595 384
E-mail:  tourismus@elkb.de
München, 2. Mai 2012 Johannes Minkus, Pressesprecher

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Publizistik (Leiter: KR M. Mädler)
Postfach 20 07 51
80007 München
Telefon: 089/55 95 - 552
Telefax: 089/55 95 - 666
E-mail:  pressestelle@elkb.de
www.bayern-evangelisch.de

05.04.2012

Das Wort zum Karfreitag

Mut zum Fragment

Von Helmut Völkel

Jesus starb nicht alt und lebenssatt, sondern jung und gewaltsam. Da ist nichts von einem Gesamtkunstwerk, wie es in Biographien unserer Tage aufleuchtet. Vielmehr zeigt sich ein Lebensfragment, dessen Sinn sich zunächst nicht erschließt. Aber gerade das Fragmentarische an Jesu Leben ist bei näherem Hinsehen das, was uns nicht loslässt. So wie uns sinnloses Leiden und Sterben in unseren Tagen einfach nicht loslässt. So wie wir trauern und hoffen, dass Gott eines Tages dem Sinnlosen doch noch einen Sinn gibt. Am Ostermorgen hat Gott das Lebensfragment des Jesus von Nazareth vollendet. Er hat die Finsternis und Sinnlosigkeit des Karfreitags in das Licht seiner verwandelnden und vollendenden Liebe getaucht.

Dietrich Bonhoeffer schreibt in seinem Werk "Widerstand und Ergebung" über das Fragmentarische in unserem Leben folgende Worte: "Es kommt wohl nur darauf an, ob man dem Fragment unseres Lebens noch ansieht, wie das Ganze eigentlich angelegt und gedacht war und aus welchem Material es besteht. Es gibt schließlich Fragmente, die nur noch auf den Kehrichthaufen gehören, und solche, die bedeutsam sind auf Jahrhunderte hinaus, weil ihre Vollendung nur eine göttliche Sache sein kann, also Fragmente, die Fragmente sein müssen - ich denke zum Beispiel an die Kunst der Fuge. Wenn unser Leben auch nur ein entferntester Abglanz eines solchen Fragments ist, in dem wenigstens eine kurze Zeit lang die sich immer häufenden, verschiedenen Themata zusammenstimmen, und in dem der große Kontrapunkt vom Anfang bis zum Ende durchgehalten wird, so dass schließlich nach dem Abbruch höchstens noch der Choral 'Vor deinen Thron tret` ich allhier' intoniert werden kann, dann wollen wir uns auch über unser fragmentarisches Leben nicht beklagen, sondern sogar daran froh werden."

Also: Mut zum Fragment, Mut zum ehrlichen Umgang mit den Brüchen in unserem Leben, Mut zu Kompromissen! "Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist und hast uns durch dein teures Blut, gemacht vor Gott gerecht und gut." (Christoph Fischer) Wir müssen nicht perfekt sein. Wir dürfen gnädig mit uns selbst sein. Das Bruchstückhafte gehört zu unserem Leben. Wir brauchen es nicht zu verdrängen. Wer mit dem Fragmentarischen seines Lebens offen und ehrlich umgeht, erlebt eine große innere Freiheit.

Jesus hat nicht lange, aber sehr intensiv gelebt. Und er hat in einer großen inneren Freiheit gelebt. Denn er wusste sich in Gottes Liebe geborgen, und er hat diese Liebe gepredigt, gelebt und weitergegeben. Und doch schien Jesus am Kreuz zu scheitern und aus der göttlichen Liebe zu fallen. Gott hat ihn auferweckt, erhöht und vollendet. Wenn nun das Fragment der Normalfall ist, sollten wir uns mehr als bisher darauf einstellen und versuchen, mit unseren Fragmenten zu leben. Wir wollen unsere Sache gut machen, perfekt sein müssen wir nicht. Wenn das Fragment der Normalfall ist, dürfen wir in Gottes Hand legen, was in unserer Hand kein Sinnvolles Ganzes ergibt.

Und noch einmal Bonhoeffer: "Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten." Am frühen Morgen des 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer zusammen mit Admiral Canaris, Oberst Oster und anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe in Flossenbürg gehängt.
(0834/27.03.2012)

Oberkirchenrat Helmut Völkel ist Personalchef
in der bayerischen evangelischen Landeskirche.

05.04.2012

Das Wort zu Ostern

Frauen waren die ersten Osterzeugen

Von Dorothea Deneke-Stoll

"Christ ist erstanden, halleluja", so klingt es am Ostermorgen im Gottesdienst. Es ist ein Ruf voll Freude, ein Ruf mitten hinein in die große Trauer nach dem Tod Jesu am Kreuz. Gott hält unser Leben über den Tod, über das Leid hinaus. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu ist das Zentrum des christlichen Glaubens.

Für einige von uns ist das Osterevangelium allerdings nur schwer zu verstehen. Sind da nicht naive, vorwissenschaftliche Vorstellungen im Spiel? Da sind die Schokoladenosterhasen, die bunten Eier und die niedlichen Lämmchen schon handfester, die wir in diesen Wochen in jedem Supermarkt finden. Doch wenn wir genauer hinschauen, werden wir feststellen: Bei all dem österlichen Beiwerk handelt es sich um nichts anderes als Symbole des Lebens, dessen Aufblühen wir jetzt im Frühling in der Natur überall beobachten können. Und genauso wie wir keinen absolut gültigen wissenschaftlichen Schlüssel zum Leben haben, so ist auch die Auferstehung Jesu ein Umstand, der sich dem Beweis entzieht, und nur vom Glauben her erfasst werden kann.

Nach den Schilderungen der Evangelien waren es bezeichnenderweise Frauen, die als erste das leere Grab entdeckten. Nachdem der Sabbat, der jüdische Ruhetag, vorüber war, waren sie ganz früh am Morgen zum Grab gekommen, um den Leichnam Jesu mit wohlriechenden Ölen zu salben. Sie wollten dem Toten, den sie verehrten, nach seinem unwürdigen Kreuzestod einen letzten Dienst erweisen. Umso größer war der Schreck, als sie sahen, dass der schwere Stein vor der Grabhöhle weggewälzt war und als sie von der Auferstehung Jesu erfuhren. Trotz aller Unterschiede, die die Osterberichte der Evangelien in den Details aufweisen, steht eines fest: Die ersten Osterzeugen waren Frauen. Sie, die Frauen, gaben die Nachricht an die Jünger weiter und kündeten so von dem neuen Leben Jesu, seinem Triumph über die dunklen Mächte des Todes. Jahrhundertelang wurde dieser Aspekt des Ostergeschehens in einer von Männern dominierten Kirche und Gesellschaft vernachlässigt.

Bereits der Apostel Paulus hält die Frauen am Grab bei seiner Aufzählung der Auferstehungszeugen in seinem ersten Brief an die Gemeinde von Korinth nicht für erwähnenswert. Dabei waren sie es doch, die trotz aller Furcht, die sie verständlicherweise ergriffen hatte, letztlich dafür sorgten, dass sich die frohe Osterbotschaft verbreitete. Die Geschichte von den Frauen am Grab kann uns allen – Frauen wie Männern – Mut machen, dass auch wir unsere Zweifel und unsere Resignation, die uns immer wieder beschleichen, überwinden und für das Leben eintreten, wo immer es möglich ist. Das kann ganz unspektakulär in unserem Alltag geschehen: Indem wir ein offenes Ohr haben für die Sorgen anderer, indem wir die Rechte Benachteiligter verteidigen, indem wir anderen beistehen. Wo es gelingt, die Gesellschaft lebensfreundlicher zu gestalten, dort wird sie zum Spiegel der anbrechenden Morgenröte des Reiches Gottes.
(00/0850/28.03.2012)

Dorothea Deneke-Stoll ist Präsidentin der
bayerischen evangelischen Landessynode.

04.03.2012

Leitartikel aus dem aktellen Gemeindebrief

Steht auf für Gerechtigkeit

"Das ist nicht fair!"

Wie oft habe ich diesen Ruf schon auf Spielplätzen bei Kindern, bei der Diskussion mit Arbeitskollegen oder auch mal beim gemeinsamen Fußballschauen gehört – und auch selber oft genug ausgestoßen!

Nicht fair – nicht gerecht – das ist meistens eine instinktive Reaktion darauf, daß man etwas als grundlegend nicht richtig erkennt. Da stimmt etwas nicht, da ist ein Ungleichgewicht, eine Bevormundung oder eine Bevorzugung. Etwas ärgert mich, und ich will dann meist wissen, was es ist, das mir nicht gerecht erscheint. Da steckt kein Neid dahinter und auch keine Lust am Negativen, sondern ein tiefsitzender Sinn für Gerechtigkeit, den jeder in sich trägt. Schon Kinder haben ein klares Konzept davon, daß jeder gleich behandelt werden soll, auch wenn sie ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen. Daß jemand mehr hat, wenn ein anderer weniger hat, geht ihnen nicht in den Sinn. Später entwickeln sie Konzepte von Moral, Recht und Pflicht, aber der grundlegende Sinn für Gerechtigkeit – den haben sie schon früher.

Je mehr man sich in dieser Welt umschaut, desto genauer sieht man: wir leben in einer riesigen Ungleichheit. Da gibt es Hungerkatastrophen in weiten Teilen Afrikas, und wir haben Mühe, uns vor dem Kühlregal für eine der -zig Joghurtsorten zu entscheiden. Hundertausende arbeiten für minimalste Löhne in den Sweatshops in Vietnam, wo die T-Shirts hergestellt werden, die wir dann für ein paar Euro bei riesigen Kleiderketten kaufen.

"Steht auf für Gerechtigkeit" ist der Titel des diesjährigen Weltgebetstages. Ein Aufruf, Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht schweigend wahrzunehmen und dann wegzuschauen, sondern genauer hinzusehen. Das Wahrnehmen der Ungerechtigkeit ist der erste Schritt auf dem Weg, sie zu beenden. Das Handeln ist dann etwas, was ich selber besorgen kann – konkret in meiner direkten Umgebung, durch mein Einkaufsverhalten, die Wahl meines Urlaubs oder meine politische Stimme. Und dann haben wir da noch einen Gott, der – nicht nur im Christentum - "der Gerechte" heißt. In den Geschichten des Volkes Israel und der Propheten ist "Gerechtigkeit" soziale Gerechtigkeit, das, was das Zusammenleben der Menschen fördert. Stehen wir für Gerechtigkeit auf, reden wir darüber, wo sie fehlt, dann sind wir auf dem richtigen Weg. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Mut zum "Aufstehen"!

Ihr
Christian Weller

04.03.2012

Zur Passionszeit

Leidensweg

mo Fast automatisch blicken wir beim Bild der zerstörten Kirche auf den gekreuzigten Christus. Na ja, denken Sie vielleicht, - ist ja klar: Wir befinden uns in der Passionszeit, in der wir besonders an den Leidensweg des Jesus von Nazareth und auch an seine Kreuzigung denken. Aber warum ausgerechnet in einer Ruine?

Sehen Sie: Dieses Bild will uns etwas Besonderes sagen, es will unsere Gedanken einmal fortlocken von dem "nur" Traditionellen und von dem "nur" Auswendiggelernten. Es will uns auf eine gedankliche Reise schicken, damit wir auch in unserer altehrwürdigen Religion des Christentums das immer wieder Neue entdecken, das uns Gott in dem gesamten Weg von Jesus Christus eröffnet.

Lassen wir einmal das Bild auf uns wirken: Das Dach und große Teile der Seitenmauern sind eingestürzt. Einige große Säulentrümmer liegen noch herum, aber sonst ist fast alles weggeräumt - vielleicht von Menschen der Umgebung, die Material für eigene Häuser brauchten. Nur der Chorraum steht noch als Ganzes, aber auch die Streben der gotischen Fenster bröckeln. Ich schließe die Augen und höre die Geräusche der vielen Menschen, die sich früher hier zu den Gottesdiensten zusammengefunden hatten, am Karfreitag, an Ostern, an Weihnachten. Ich sehe Paare, die vor dem Altar knien, um den Segen für ihre Ehe zu empfangen. Ich höre Jungen und Mädchen plappern und sehe sie mit gespannter Neugier den Tag ihrer Konfirmation erwarten. Sie war einmal voller Leben, diese Kirche. Nun scheint alles wie tot. Freilich - die Kanzel ist noch da, aber hier verkündet kein Prediger mehr das Wort von der Versöhnung. Auf den Bruchstücken des Altars wird kein Heiliges Abendmahl mehr gefeiert. Kein Kind wird hier mehr getauft. Nur die Natur scheint noch für das Leben zu stehen. Leise und doch kraftvoll erobert sie sich zurück, was geschickte Baumeister errichtet hatten. Aber dieses Leben ist ein ständiges Werden und Vergehen - ohne eigentliche Hoffnung.

moDer große Maler Caspar David Friedrich hat diese Zeichnung von der Jacobikirche in Greifswald vor knapp 200 Jahren angefertigt - 1815. Sie finden dieses Bild übrigens auch im Evangelischen Gesangbuch auf Seite 452. Und jetzt kommt das Besondere: Diese Kirche war noch nie eine Ruine - damals nicht und heute auch nicht. Aber der Maler gibt uns damit einmal eine Warnung auf den Weg - eine Warnung der Passion: Kein menschliches Werk ist davor geschützt, zerstört zu werden - sei es der Tempel von Jerusalem oder eine Kirche wie diese. Und das gilt nicht nur für die Bauwerke, sondern insbesondere für die Gedankengebäude.

Jesus war angetreten, um gegen den Tod, der die Welt zu beherrschen scheint, den Menschen das Leben Gottes zu verkündigen und nahezubringen, wobei er Menschen heilte, ihnen einen neuen Weg ins Leben ermöglichte. Dabei hat er im Vertrauen auf Gott ohne Scheu alle Grenzen überschritten, die sonst Menschen voneinander trennen: Grenzen der Völker, Religionen, Kulturen, Weltanschaungen, Geschlechter, Groß und Klein, Fromme oder Sünder, Gelehrt oder Ungebildet, Arm und Reich. Das war den Mächtigen in der Religion und im Staat zu gefährlich - und schließlich selbst dem Volk verdächtig. Viele haben bestimmt in der festen Überzeugung, Gott zu dienen, das Leben Gottes zum Tode verurteilt. Das passiert nicht allein im Judentum sondern in allen Religionen - auch bei uns Christen.

Doch das Leben kommt immer wieder zum Vorschein - auch auf dem Bild. Ich meine nicht nur die Natur. Da sind die beiden Besucher. Freilich wissen wir nicht, warum sie da sind. Nur zufällig, schauen sie sich gerne alte Ruinen an, oder interessiert sie der, den sie anblicken. Das meiste Leben geht seltsamerweise von dem Gekreuzigten aus. Er, den sie vernichten wollten, und worüber selbst seine Anhänger verzweifelten, er will uns helfen, die Zerstörungen und den Tod dieser Welt in Gottes Leben zu verwandeln.

Die Hoffnung geleite uns,
Ihr/Euer Pfarrer Gerhard Körber





 
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