Gedanken für den 28. März 2020 - Zu Psalm 63

 

Psalm 63 - Gott, ich brauche dich!

Kerze im Dunkeln
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Ein Lied von David. Es stammt aus der Zeit, als er in der Wüste Juda war.

 

Gott! Du bist mein Gott! Ich sehne mich nach dir, dich brauche ich! Wie eine dürre Steppe nach Regen lechzt, so dürste ich, o Gott, nach dir.

 

Ich suche dich in deinem Heiligtum, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.

 

Deine Liebe bedeutet mir mehr als mein Leben! Darum will ich dich loben; mein Leben lang werde ich dir danken und meine Hände im Gebet zu dir erheben.

 

Ich juble dir zu und preise dich, ich bin glücklich und zufrieden wie bei einem festlichen Mahl.
Wenn ich in meinem Bett liege, denke ich über dich nach, die ganze Nacht sind meine Gedanken bei dir.

 

Denn du hast mir immer geholfen; unter deinem Schutz bin ich geborgen, darum kann ich vor Freude singen. Ich klammere mich an dich, und du hältst mich mit deiner starken Hand.

 

Manchmal liege ich nachts wach. Alles, was mich beschäftigt, kommt mir in den Sinn.

Ich denke an Menschen, die ich vermisse. An Streit und an gesprochene Worte, die mich verletzt haben.  Ich denke an die momentane Situation, in der wir noch nicht sagen können, wie das weitergeht mit dem Corona Virus und mit den Einschränkungen, die damit verbunden sind. Wir sollen Abstand halten zu anderen Menschen. Kontakte sind schwieriger geworden. Besuche können nicht stattfinden.

Ich denke auch an Gott. Ich vertraue darauf, dass ich getragen bin. Und dass auch die Menschen, die ich gerade nicht sehen kann geborgen sind in Gottes Liebe.  Ich kann ihnen gute Worte schicken, für sie beten und an sie denken. Ich kann sie Gott anvertrauen. Und ich kann auch mich fallen lassen in Gottes Hand.

Manchmal fange ich dann an zu beten. Ein einfaches kurzes Gebet, das ich immer wiederhole. Bis ich eingeschlafen bin. Gott ist mein Halt, mein Schutz, mein Leben.

 

Möge der erste Strahl der Sonne
heute das Auge des traurigsten Menschen
treffen, den du kennst.
Möge das erste Wort aus deinem Munde
heute das Auge des traurigsten Menschen
zum Lachen bringen, der dir begegnet.
(Irischer Segen)

(Pfarrerin Martina Oefele)